Daniela Gilio Vereinspräsidentin Anihope
Daniela Gilio Vereinspräsidentin Anihope

 Wenn Hundebabys vor Hunger und Elend weinen...

...ihre Mütter verzweifelt und hilflos daneben winseln...  

 

...wen das beim Anblick kalt lässt und nicht zum Helfen drängt, der dürfte wohl auch in menschlichen Gesellschaftsschichten zu jenen zählen, welche lediglich von Profitgier und Selbstsucht wie auch innerlicher Einsamkeit das Dasein fristet !!!

 

Mein Aufenthaltsbericht wird kurz und realistisch sein und soll darlegen, dass wir mit Anihope am richtigen Ort mit den entsprechenden Leuten unsere Unterstützung für die geschundenen Fellnasen leisten.

Nach einigen Vorbereitungen war es nun soweit uns ein Bild von unserer noch jungen Auffangstation in Kalabrien – Taurianova zu machen.

 

Meine Kollegin Luana Suarez und ich traten am 13.1.2017 unsere Reise an. So stiegen wir in Zürich ins Flugzeug nach Rom. In Rom angekommen hiess es umsteigen und es ging weiter nach Lamezia Terme.

 

Im Handgepäck nur unsere persönlichen Sachen sowie Koffer vollbepackt mit Hilfsgütern wie Decken, Bettchen und Futter für unsere hilfsbedürftigen Fellnasen. Hinzu kamen 3 spezielle Heizmatten sowie eine Mini-Solaranlage, damit die Heizmatten angeschlossen werden können, da vor Ort der Strom fehlt und es im Winter doch recht kalt werden kann.


Wir wurden herzlich von der Tierheimleitung vor Ort (Sabrina De Leo und Pina Gerace) empfangen und fuhren direkt ins Hotel, da es bereits Mitternacht war. Am nächsten Morgen ging‘s gleich nach dem Frühstück los in die Auffangstation. Der Weg dorthin ist ziemlich beschwerlich, da es sich um eine schmale unbefestigte Schotterstrasse handelt.

 

Auf dem Gelände angekommen, begrüsste uns mit freudigem Hüpfen und Schwanzwedeln bereits Chicco, der immer frei auf dem Gelände herumrennen darf. Gleich darauf folgte aufgeregtes Gebell von allen Seiten, die Hunde hatten sichtlich Freude, dass jemand vorbeikommt. Nach der Begrüssung der Hunde folgte eine Bestandsaufnahme.


Die freiwilligen Helfer vor Ort hatten vor 2 Jahren sehr rudimentär und notdürftig ein paar Abtrennungen für die Hunde geschaffen. Sie scheuten sich nicht davor, eigenes zusammengekratztes Geld für Beton, Holz und Zaunmaterial einzusetzen. Jedoch fehlt den Hunden ein Dach über dem Kopf und der Beton reichte nicht weit, sodass bei Regen die Hunde im Nassen stehen. Unsere Auffangstation ist weder an die Wasserversorgung noch an das Stromnetz angeschlossen.

Viel wurde geleistet noch viel mehr ist zu tun und wir werden es anpacken. 



Wir halfen den ganzen Samstag beim Reinigen der Anlage und bei der Pflege der Tiere, welche sich natürlich auch ihre Streicheleinheiten abholten. Die Solaranlage konnte installiert werden, die Heizmatten wurden angeschlossen, damit sich wenigstens die Welpen bei dieser Kälte ein einem warmen Nestchen wohl fühlen dürfen.

 

Gerne nahmen wir uns auch für die Welpen Zeit für die wichtigen Schmuseeinheiten. Die Kleinen genossen das sehr und konnten mit der Knuddelei fast nicht mehr aufhören.

 

Diese Welpen wurden am 1.1.2017 in einer Plastikkiste total durchnässt, hungrig und frierend bei eisiger Kälte in der Nähe der Auffangstation ausgesetzt. Einfach ihrem Schicksal überlassen. 

Ich werde wohl nie verstehen, dass Menschen so etwas tun können! Sie haben dank des schnellen Eingreifens unserer freiwilligen Helfer vor Ort und der sofortigen medizinischer Versorgung überlebt. 

 

Wir hoffen nun, dass die Hunde (nicht nur die Welpen) gesund bleiben und sie bald in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden, wo sie all das nachholen und erleben dürfen, was ihnen bisher verwehrt wurde.

 

Am liebsten hätten Luana und ich diese süssen Knöllchen natürlich mitgenommen. So ging es uns dann den ganzen Tag. Jeden Hund würde man am liebsten mitnehmen.


Nachdem wir noch diverse Ausmessungen vorgenommen haben, fuhren wir zurück ins Hotel und es folgte eine Sitzung mit allen freiwilligen Helfern. Die Planung für die nächsten paar Monate wurde besprochen.

 

Dieser Tag ging einmal mehr unter die Haut und hat uns emotional wieder sehr bewegt und belastet. Ein Wechselbad der Emotionen, welche nicht immer im Griff zu behalten war. Viel wurde geweint und doch haben wir auch gelacht, um uns Mut zu machen und uns des Sachverhaltes vor Ort in der Auffangstation stellen zu können und weiter für diese geschundenen Hundeseelen zu kämpfen.

 

Unsere Helfer vor Ort sehen so viel Leid! Wir bewundern Sie, dass sie das tagtäglich aushalten und sich dem Kampf für die Strassenhunde immer wieder von neuem stellen. 


Unser Fazit:

Die Unterkünfte sind notdürftig erbaut worden und brauchen dringend Erneuerungen. Überdachte Zwingeranlagen mit anständigen Böden, Ausläufe, isolierte Hundehütten und vieles, vieles mehr. Die Hunde sind ohne Schutz vor Wind, Regen und Kälte. Der Boden weicht bei schlechtem Wetter auf und die Hunde stehen mit ihren Pfoten zentimeterhoch im Schlamm…

 

Es braucht hier sehr viel Energie, um nicht aufzugeben und nicht zu kapitulieren! Sie brauchen dringen unsere Hilfe. Bitte helft uns, ihnen zu helfen!

 

Der Kostenpunkt beläuft sich auf etwa 46'883.— Euro. Hinzu kommen noch circa 40 - 50 voll isolierte Hundehütten 12'000 Euro. Wir sind für jeden Franken dankbar und hoffen auf Ihre Unterstützung, die uns diesem Ziel näherbringt und den Hunden vor Ort ein etwas besseres Leben ermöglichen kann.

 

Wir werden je nach Spendeneingang das Projekt schrittweise realisieren. 

 

Jeder einzelne Hund erzählt seine Geschichte, wenn man ihm tief in die Augen schaut. Wir schauen den Hunden in die Augen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. 

Hier geht's zu den verschiedenen Spendemöglichkeiten

 

Anihope - Verein für Tiere in Not

Güterstrasse 8

4402 Frenkendorf

Tel.: 044 320 09 65

www.anihope.ch    

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